Visual Universitätsmedizin Mainz

15. Mai 2020

Healthcare Hackathon startet 2020 an der Charité

Universitätsklinika bündeln Wissen für COVID-19-App-Vorhaben
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Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und die Universitätsmedizin Mainz sind am 18. Mai gemeinsame Gastgeber zum Kick-off des diesjährigen Healthcare Hackathons. Der Auftakt zur interaktiven Veranstaltungsreihe wird aus gegebenem Anlass erstmals fast komplett online ausgetragen und hat das Ziel, Expertinnen und Experten aus Universitätsklinika bundesweit zusammen zu bringen. Es gilt, klinikübergreifende Lösungen mit digitalem Schwerpunkt vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie gemeinsamen zu erarbeiten. Der Hackathon ist eines der ersten Projekte im Rahmen des Nationalen Forschungsnetzwerkes Universitätsmedizin. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung und Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, eröffnen die Veranstaltung mit Videobotschaften.

Der Healthcare Hackathon widmet sich Vorhaben rund um die Themen digitale Pflege, künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Botsysteme, Notfallmedizin oder auch Apps für Patientinnen, Patienten und Ärzte sowie Prävention. Zusätzlicher Schwerpunkt in diesem Jahr: Projekte zur Unterstützung im Zuge der COVID-19-Situation. Teilnehmende von 23 Universitätsklinika treffen sich im Rahmen des agilen Healthcare Hackathon Online-Formats unter anderem zur Erarbeitung eines Entwurfs, der aufzeigt, wie die Vielzahl bisher lokal entwickelter digitaler Lösungsansätze gebündelt werden können. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands e.V. (VUD) unterstützt den Hackathon als Mitveranstalter und sieht in dem Format eine Chance, gemeinsam digitale Lösungen zu entwickeln und standortübergreifend umzusetzen. Gerade während der COVID-19-Pandemie wird deutlich: Vielerorts könnten ausgereifte digitale Ressourcen dazu beitragen, in Krisensituationen schnell und flexibel zu handeln.

Ob intelligente Informationssysteme für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende oder die digitale Erhebung wichtiger Daten für die Forschung per App – eine ausgereifte Digitalstrategie und Vernetzung der einzelnen Krankenhäuser untereinander könnte künftig an vielen Stellen für Entlastung sorgen und einen wichtigen Beitrag für die medizinische Versorgung leisten. „Im Rahmen des an der Charité koordinierten Forschungsnetzwerkes der Universitätsmedizin nimmt der Baustein Datenerhebung, Apps und Vernetzung eine wichtige Rolle ein“, sagt Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Charité. Er ergänzt: „Es freut mich, dass es gelungen ist, Experten vieler Universitätsklinika für dieses Projekt zu gewinnen.“

Während der Auftaktveranstaltung des Hackathons in Berlin widmen sich die Teilnehmenden in fünf untergliederten Kapiteln COVID-19-App- und Datenerhebungsansätzen. Ebenso wird es Ausblicke auf die in kurzem Abstand folgenden Hackathons in Kiel und Mainz geben. Der Healthcare Hackathon bietet Medizinern, Entwicklern und Klinikpersonal gleichermaßen die Möglichkeit, die über die Jahre eingespielten und oftmals veralteten Prozesse zu hinterfragen und zu optimieren. „Die Umsetzung einer übergeordneten digitalen Vernetzung von Kliniken ist gerade in Krisenzeiten enorm wichtig“, sagt PD Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. „Jedes einzelne Krankenhaus kann davon profitieren, wenn sich Kliniken künftig von digitalen Insellösungen verabschieden und die digitale Zusammenarbeit voranbringen“, schließt Privatdozent Elsner.

Der Healthcare Hackathon findet am 18. Mai 2020 von 10 bis 16 Uhr online und mit Basis an der Charité statt. Dabei sein können Universitätsklinika oder interessierte Teilnehmende aus anderen Bereichen. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://www.healthcare-hackathon.info/hh-berlin

 

Der Healthcare Hackathon in Berlin

„Gesundheit neu denken“ funktioniert am besten, wenn interdisziplinäre Teams aus Behandelnden, IT-Experten und Querdenkern in definierten Umgebungen, kreative Lösungen für konkrete Fragen entwickeln können. Stichwort: Einfach mal machen. Mit dem Health Innovation Hub des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG), der Universitätsmedizin Mainz, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands wurde für genau diesen Ansatz der Healthcare Hackathon entwickelt. In der COVID Situation benötigen alle Uniklinika-getriebenen (Forschungs-) Vorhaben im Bereich „Apps & Datenerhebung rund um COVID-19“ eine zentrale Strategie und Koordination. Ein Schwerpunkt des Hackathons soll im Jahr 2020 genau diese Aktivität sein.

 

Nationales Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu COVID-19

Um Aktivitäten zur Bewältigung der aktuellen Pandemie zu bündeln und zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Aufbau eines von der Charité initiierten und koordinierten Forschungsnetzwerks der deutschen Universitätsmedizin zu Covid-19 – „Netzwerk Universitätsmedizin“ – mit 150 Millionen Euro für ein Jahr. Das Programm ist auf schnelle und unmittelbare Unterstützungswirkungen ausgerichtet, um an COVID-19 erkrankte Patientinnen und Patienten optimal zu versorgen. Ein Akzent liegt auf der kliniknahen Forschung und Versorgungsforschung, deren Ergebnisse gemäß dem translationalen Ansatz direkt in das Versorgungsgeschehen bzw. Krisenmanagement einfließen und es unterstützen sollen. Das „Netzwerk Universitätsmedizin“ fördert den systematischen und flächendeckenden Austausch zwischen den Kooperationspartnern. Gemeinsame Entwicklungen in Forschung und Patientenversorgung, evidenzbasiertes Vorgehen sowie gegenseitiges Lernen sollen zu einem gemeinsamen Vorgehen bei der Pandemiebekämpfung führen.

 

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E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Links: Healthcare Hackathon https://www.healthcare-hackathon.de

Download:  Programm Kick-off Berlin 18.05.2020 (Pdf , 1,0 MB)

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