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24. June 2020

Mainzer Forschungszentrum für psychische Gesundheit gegründet

Neues Zentrum bündelt Forschung von Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Universitätsmedizin Mainz im Bereich psychischer Gesundheit
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Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister, Prof. Dr. Konrad Wolf, zu Besuch im Mainzer Forschungszentrum für Psychische Gesundheit. (v.l.n.r.) Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan, Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel, Direktor der Klinik und Poliklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der JGU, Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand. Foto: Universitätsmedizin Mainz / Thomas Böhm

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und die Universitätsmedizin Mainz bündeln ihre Forschung im Bereich psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankungen und gründen das Mainzer Forschungszentrum Psychische Gesundheit (MZPG). Anlässlich dieser Gründung besuchte der rheinland-pfälzische Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Prof. Dr. Konrad Wolf, das neue Zentrum in Mainz.

Das Mainzer Forschungszentrum für Psychische Gesundheit (MZPG) wurde im Dezember 2019 gegründet und verfolgt die Zielsetzung, die Forschung im Bereich psychischer Gesundheit und psychischer Erkrankungen der Universitätsmedizin Mainz und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu bündeln, die am Standort vorhandenen Expertisen zu stärken und gemeinsam mit außeruniversitären Partnern wie dem Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) in der Bewerbung um Drittmittel erfolgreich zu sein.

Das MZPG verbindet Kliniken und Institute, deren Schwerpunkt in der Erforschung psychischer Erkrankungen liegt, unter einem Dach. Dazu gehören die Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie sowie die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz und das Psychologische Institut der JGU. Daneben sind andere Einrichtungen, die sich mit Grundlagenforschung und Transferforschung beschäftigen, wie das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, die Abteilung Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation der JGU oder das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik im MZPG involviert. Schwerpunkte der Arbeit sind Tiermodelle, Langzeitstudien zur Prävention und Behandlung psychischer Erkrankungen, digitale Methoden zur Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen sowie die Implementierung etablierter Präventions- und Therapiemethoden in die Versorgung und der Wissenstransfer in die Gesellschaft.

„Mit dem MZPG gewinnt der Mainzer Wissenschaftsstandort weiter an Stärke und Profil. Besondere Synergien ergeben sich durch die enge Kooperation mit dem LIR. Damit ist der Standort im Feld der psychischen Gesundheit einmalig und für wissenschaftliche Wettbewerbe ausgezeichnet aufgestellt – und damit ein echter Gewinn für das Land Rheinland-Pfalz“, lobte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf bei seinem Besuch.

„Die Neurowissenschaften gehören zu den exzellenten Forschungsverbünden unserer Universität, die international Anerkennung finden und entscheidend zur Profilbildung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beitragen. Mit der Gründung des MZPG machen das Psychologische Institut und die Kliniken der Universitätsmedizin Mainz einen engen Schulterschluss, was das Potenzial dieses Bereichs weiter stärken wird“, ergänzt der Präsident der JGU, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch.

„Mit der Gründung des MZPG setzt die Universitätsmedizin Mainz zusammen mit der JGU eine lang geplante Strategie um, komplementär zum Leibniz-Institut für Resilienzforschung ein Zentrum zu gründen, das die Gesundheitsforschung am LIR durch die gebündelte Erforschung von Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen ergänzt. Dies ist ein großer Gewinn für uns“, betont der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann.

„Für eine erfolgreiche Aufstellung der Forschung für die Zukunft ist die im MZPG erstmals etablierte strukturierte Zusammenarbeit der drei Kliniken der Universitätsmedizin Mainz, die sich um die Behandlung psychisch Erkrankter kümmern, von besonderer Bedeutung“, macht der Leiter des MZPG, Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel, deutlich. Univ.-Prof. Dr. Klaus Lieb, der stellvertretende Leiter und wissenschaftliche Geschäftsführer des LIR, ergänzt, „dass mit dieser für den Standort wichtigen Strukturbildung ein wesentlicher Schritt für eine erfolgreiche Bewerbung im diesjährigen Wettbewerbsverfahren des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) um einen Standort im Deutschen Zentrum für psychische Gesundheit gemacht wurde.“

 

Bildunterschrift: Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister, Prof. Dr. Konrad Wolf, zu Besuch im Mainzer Forschungszentrum für Psychische Gesundheit.
Foto: Universitätsmedizin Mainz / Thomas Böhm

 

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. Manfred Beutel,
Leiter des Mainzer Forschungszentrums für Psychische Gesundheit (MZPG) und Direktor der Klinik und Poliklinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7348, E-Mail:  manfred.beutel@unimedizin-mainz.de


Pressekontakt:
Dr. Tasso Enzweiler, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7424, Fax: 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de


Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de.